Niederländische Frau eines IS-Kämpfers zu zwei Jahren Haft verurteilt

Niederländische Frau eines IS-Kämpfers zu zwei Jahren Haft verurteilt
Niederländische Frau eines IS-Kämpfers zu zwei Jahren Haft verurteilt
Erstmals ist eine junge Niederländerin wegen Unterstützung der Terrormiliz "Islamischer Staat" in Syrien verurteilt worden. Ein Strafgericht in Rotterdam entschied am Montag, Laura H. habe sich der Beihilfe zu Verbrechen schuldig gemacht. Sie wurde zu zwei Jahren Haft verurteilt.

Laura H. war im Jahr 2015 mit ihrem Mann und zwei sehr jungen Kindern nach Syrien gereist, weil ihr Mann sich der Terrormiliz IS anschließen wollte. Ein Jahr später war sie mit ihren Kindern geflüchtet. Ihr Mann soll nach Angaben seiner Familie im Irak gefangen genommen worden sein.

Das Gericht sprach Laura H. zwar vom Vorwurf frei, selbst aktives Mitglied des IS gewesen zu sein. Sie habe aber von den Verbrechen gewusst und dennoch den Kampf unterstützt. Laura hatte erklärt, dass sie von ihrem Mann zur Reise nach Syrien gezwungen worden sei. Doch das ließ das Gericht nicht gelten.

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13 Monate der Strafe wurden zur Bewährung ausgesetzt. Die Staatsanwaltschaft hatte 35 Monate Haft gefordert. Da die junge Frau bereits ein Jahr in Untersuchungshaft verbracht hatte, ist sie nun auf freiem Fuß. (dpa)