"Echter Anlass zur Sorge": CO2-Ausstoß um weitere zwei Prozent gestiegen

"Echter Anlass zur Sorge": CO2-Ausstoß um weitere zwei Prozent gestiegen
Kohle-Gegner demonstrieren in Bonn vor dem Weltklimagipfel
Akteure aus 195 Ländern ringen derzeit auf der Weltklimakonferenz in Bonn um die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Die Notwendigkeit konsequenter Beschlüsse belegen derweil aktuelle Studien. Sie zeigen: Der CO2-Ausstoß ist im Jahr 2017 wieder gestiegen.

Nach drei Jahren Stillstand auf hohem Niveau steigt der weltweite Ausstoß von Kohlendioxid im Jahr 2017 voraussichtlich wieder an. Experten zufolge werden bis Jahresende insgesamt 41 Gigatonnen Kohlendioxid (CO2), also 41 Milliarden Tonnen, in die Atmosphäre gelangt sein. Das entspricht einem Anstieg von etwa zwei Prozent. Der Großteil der CO2-Emissionen - etwa 37 Gigatonnen - entfällt auf die Nutzung fossiler Brennstoffe. Die Forscher präsentieren ihre Daten unter anderem im Journal "Environmental Research Letters".

Vor allem China trage wegen der stärkeren Nutzung der Kohle zum Anstieg der Emissionen bei, heißt es darin. Und auch für das Jahr 2018 rechnen die Experten mit einem Anstieg der Emissionen. "Verschiedene Faktoren deuten auf einen fortschreitenden Anstieg 2018", sagte Robert Jackson von der Stanford University. "Das ist ein echter Anlass zur Sorge." Dabei beziehen sich die Fachleute vor allem auf die Vorhersagen der Weltbank zum Wirtschaftswachstum. Die Leiterin des Berichts, Corinne Le Quéré vom Tyndall Centre for Climate Change Research in Norwich (Großbritannien), sprach von sehr enttäuschenden Ergebnissen. (dpa)

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