Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy reist erstmals seit Entmachtung Kataloniens nach Barcelona

Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy reist erstmals seit Entmachtung Kataloniens nach Barcelona
Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy reist erstmals seit Entmachtung Kataloniens nach Barcelona
Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy ist am Sonntag erstmals seit der Kontrollübernahme der Zentralregierung in Katalonien in die Regionalhauptstadt Barcelona gereist. Er nahm dort an einer Wahlveranstaltung teil, bei der die Kandidaten seiner konservativen Volkspartei (PP) für die katalanischen Neuwahlen am 21. Dezember vorgestellt wurden. "Katalonien ist Spanien und Spanien ist Katalonien", erklärte der Politiker unter dem Applaus seiner Parteikollegen.

In seiner Rede forderte Mariano Rajoy die sogenannte "schweigende Mehrheit" auf, bei der Wahl ihre Stimme abzugeben - und dabei ihrer Ablehnung einer Abspaltung der Region von Spanien Ausdruck zu verleihen, damit dort wieder Normalität einkehren könne.

Auf Anordnung Madrids finden in Katalonien am 21. Dezember Neuwahlen statt. Laut einer von der Zeitung "El País" in Auftrag gegebenen Umfrage des Instituts Metroscopia begrüßt ein Großteil der Bevölkerung die Neuwahlen: 76 Prozent der Spanier und 69 Prozent der Katalanen befürworten die vorgezogene Abstimmung. 54 Prozent der befragten Spanier haben zudem erklärt, sie seien zufrieden mit Mariano Rajoys Krisenmanagement. (dpa)

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