UNO-OPCW-Untersuchungsteam: Ermittler unter Druck vonseiten des UNO-Sicherheitsrats

UNO-OPCW-Untersuchungsteam: Ermittler unter Druck vonseiten des UNO-Sicherheitsrats
UNO-OPCW-Untersuchungsteam: Ermittler unter Druck vonseiten des UNO-Sicherheitsrats (Symbolbild)
Vertreter des UNO-Sicherheitsrates sollen Druck auf das von der UN und der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) eingesetzte Untersuchungsteam ausgeübt haben, das zum Giftgasangriff auf die syrische Stadt Chan Scheichun ermittelt. Dies teilte der Leiter des Gemeinsamen Mechanismus von OPCW und UNO zur Ermittlung der Anwendung von Chemiewaffen in Syrien, Edmond Mulet, gegenüber der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti mit.

Mulet betonte, die ganze Sache werde in extremer Weise politisiert: "Im Laufe der Arbeit sind wir dem Druck von allen Seiten ausgesetzt. Jede Seite sagt uns, wie wir unsere Arbeit erledigen sollten. Sollten wir etwas anders machen, bekommen wir kein Vertrauen mehr, sagen sie. Sollten wir ihren Anweisungen nicht folgen, dann werden sie unsere Ergebnisse nicht akzeptieren." Zuvor teilte der stellvertretende russische UN-Gesandte Wladimir Safronkow mit, dass die OPCW-Ermittler nur stichprobenweise den Einsatz der chemischen Waffen in Syrien untersucht hätten und ihre Befunde dabei auf indirekten Beweisen beruhten. Am 7. November fand eine öffentliche UN-Sitzung statt, in der die Ergebnisse der Ermittlung im Mittelpunkt standen.

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