"Paradise Papers": Millionenfache Daten aus Steueroasen geleakt - auch die Queen betroffen

"Paradise Papers": Millionenfache Daten aus Steueroasen geleakt - auch die Queen betroffen
"Paradise Papers": Millionenfache Daten aus Steueroasen geleakt - auch die Queen betroffen
In der Nacht zum Montag hat das Internationale Netzwerk investigativer Journalisten (ICIJ) auf seiner Webseite ein umfassendes Datenarchiv publik gemacht, das Informationen zu den Aktivitäten prominenter Politiker und Unternehmer im Zusammenhang mit Briefkastenfirmen zur Verfügung stellt. Das neue riesige Datenleck wurde von den Autoren "Paradise Papers" getauft.

Insgesamt geht es um 13,4 Millionen Dokumente aus Steuerparadiesen, die über 120 Namen enthalten, darunter der US-Präsident Donald Trump, die britische Königin Elizabeth II. sowie Geschäftsführer solcher Unternehmen wie Apple und Uber. Demnach soll die Queen laut Angaben des ICIJ im Zeitraum zwischen 2004 und 2005 circa 10 Millionen Pfund Sterling aus ihrem Privatfonds an Fonds auf den Kaiman- und Bermuda-Inseln überwiesen haben.

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Das Ausnutzen von Steuerschlupflöchern ist nicht per se kriminell - es gibt aber weltweit Kritik an Steuervermeidungsstrategien. Dadurch entfallen Milliarden-Zahlungen, die sonst dem Gemeinwohl zugute kommen würden. Dadurch wird die Kluft zwischen Arm und Reich vertieft. (rt deutsch/dpa)