Protest bei der Wahl zur "Miss Peru" sorgt für Furore im Netz

Protest bei der Wahl zur "Miss Peru" sorgt für Furore im Netz
Protest bei der Wahl zur "Miss Peru" sorgt für Furore im Netz
Die normalerweise international wenig beachtete Wahl zur "Miss Peru" hat in den sozialen Medien weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Anstatt wie üblich ihre Körpermaße zu nennen, teilten die Teilnehmerinnen haarsträubende Statistiken mit. Es fielen Sätze wie: "Meine Maße sind, dass mehr als 70 Prozent aller Frauen in Peru schon einmal auf der Straße belästigt worden sind."

Die Gewinnerin des Wettbewerbs, die neue "Miss Peru" Romina Lozano, sagte nach der Wahl, sie wolle ein Sprachrohr für die weiblichen Opfer sexueller Gewalt sein. "Diese Krone soll mir dazu dienen, Frauen zu helfen, die keine Stimme haben. Nun bin ich ihre Stimme", sagte die 20-Jährige der Zeitung "El Comercio".

Obwohl die Schönen auf Twitter überwiegend viel Lob für ihre Aktion ernteten, wiesen einige Kommentatoren jedoch darauf hin, dass der Schönheitswettbewerb an sich doch schon eine sexistische Veranstaltung sei.

In Peru und anderen südamerikanischen Ländern wie Argentinien gibt es eine große Protestbewegung gegen die Macho-Kultur. Peru hat Aktivisten zufolge weltweit einen der höchsten Werte bei gewaltsamen Übergriffen auf Frauen, gemessen an der Bevölkerungszahl. (dpa)

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