WEF: Globale Gleichberechtigung erst in 100 Jahren möglich

WEF: Globale Gleichberechtigung erst in 100 Jahren möglich
(Symbolbild)
Weltweit hat sich in den vergangenen Jahren viel getan bei der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Doch nun gibt es erstmals seit 2006 wieder Rückschritte, so das Weltwirtschaftsforum. Deutschland hat in zwei Bereichen Nachholbedarf.

Der langjährige Trend zu mehr Gleichberechtigung weltweit ist einer Studie zufolge ins Stocken geraten. Die Lücke zwischen den Geschlechtern im Hinblick auf Gesundheit, Bildung, ökonomische Teilhabe und politische Mitwirkung ist 2017 erstmals seit 2006 gewachsen, wie ein am Donnerstag veröffentlichter Bericht des Weltwirtschaftsforums (WEF) zeigt. Im jetzigen Tempo werde es länger dauern, die globale Lücke zwischen den Geschlechtern zu schließen, schreiben die Autoren. Sie rechnen mit 100 Jahren - verglichen mit 83 beim vorigen Bericht. 

Deutschland kletterte im Vergleich zum Vorjahr um einen Platz auf Rang 12 und steht nun knapp hinter Frankreich. Fast 78 Prozent der Geschlechterkluft sind demnach hierzulande geschlossen. Gemessen am ersten Ranking 2006 ging es aber deutlich nach unten, damals stand die Bundesrepublik noch auf Platz 5. An der Spitze des Rankings steht Island, wo fast 88 Prozent der Geschlechterlücke geschlossen sind. Es folgen Norwegen, Finnland, das ostafrikanische Ruanda sowie Schweden. Die USA fallen um vier Plätze auf Rang 49. Westeuropa bleibt die beste Region, Schlusslicht sind der Nahe Osten und Nordafrika. (dpa) 

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