Gericht in Frankfurt verurteilt Ferrero zu mehr Transparenz für Verbraucher

Gericht in Frankfurt verurteilt Ferrero zu mehr Transparenz für Verbraucher
Gericht in Frankfurt verurteilt Ferrero zu mehr Transparenz für Verbraucher
Das Frankfurter Landgericht verlangt vom Süßwarenhersteller Ferrero genauere Mengenangaben auf der Verpackung seines Konfekts "Raffaello". Die Firma müsse die Stückzahl nennen, denn die Angabe in Gramm helfe Konsumenten nicht, heißt es in dem noch nicht rechtskräftigen Urteil.

"Verbraucher müssen die Anzahl entweder sehen können, oder sie muss auf der Verpackung stehen. Nur so können sie unserer Ansicht nach die Menge richtig einschätzen", sagte Wiebke Franz von der Verbraucherzentrale Hessen am Mittwoch in Frankfurt.

Die EU-Lebensmittelverordnung verpflichte Hersteller, neben der Nettofüllmenge auch die Stückzahl offenzulegen, wenn sie mehrere einzeln verpackte Pralinen, Schokoriegel oder Eisportionen in einer Verpackung anbieten, erklärten die Verbraucherschützer. Ferrero argumentiert allerdings, dass es sich dabei um eine Trennhilfe handele - vergleichbar etwa mit dem Einwickelpapier von Bonbons. Das Unternehmen hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. "Um für Ferrero und auch die Branche Rechtssicherheit herzustellen und eine praxisgerechte Entscheidung zu erreichen, liegt der Fall nun dem Oberlandesgericht Frankfurt zur Überprüfung vor", hieß es bei dem Süßwarenhersteller. (dpa)

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