Bulgarische Wissenschaftler verlangen mehr Geld vom Staat

Bulgarische Wissenschaftler verlangen mehr Geld vom Staat
Bulgarische Wissenschaftler verlangen mehr Geld vom Staat (Archivbild)
Hunderte Wissenschaftler haben in Bulgarien für höhere Gehälter und mehr Geld für Forschung demonstriert. Mit einem Marsch in der Hauptstadt Sofia forderten sie am Mittwoch die Regierung auf, mehr als die im Haushaltsentwurf 2018 vorgesehenen 0,18 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Wissenschaft und Forschung bereitzustellen. Dies sei weit unter dem EU-Schnitt, kritisierten die Demonstranten.

Die Bulgarische Akademie der Wissenschaften (BAN) und die Agrarakademie drohten mit einer Serie von Protesten - auch während Bulgariens EU-Ratsvorsitz im ersten Halbjahr 2018. Die Einkommen der Wissenschaftler im EU-Land seien auf einen Tiefststand abgestürzt, beklagten die Aktionsteilnehmer. Bulgariens Ziel, im Jahr 2020 ein Prozent des BIP für Wissenschaft zuzuteilen, könne so nicht erreicht werden.

Das mittlere Gehalt in der Akademie der Wissenschaften fällt deutlich geringer aus als der Landesdurchschnitt von umgerechnet 550 Euro im Monat. Das Stipendium eines Doktoranden liegt mit umgerechnet 230 Euro sogar unter dem gesetzlichen Mindestlohn von 235 Euro im Monat, der im kommenden Jahr allerdings steigen soll. Immer mehr junge bulgarische Wissenschaftler sind im Ausland tätig. (dpa)

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