US-Fernsehserie "House of Cards" geht nach Skandal um Kevin Spacey nicht mehr auf Sendung

US-Fernsehserie "House of Cards" geht nach Skandal um Kevin Spacey nicht mehr auf Sendung
US-Fernsehserie "House of Cards" geht nach Skandal um Kevin Spacey nicht mehr auf Sendung
Der Internet-Videodienst Netflix hat verkündet, dass die Fernsehserie "House of Cards" (auf Deutsch "Kartenhaus") eingestellt wird. Die sechste Saison, deren Premiere für das Jahr 2018 geplant war, wird demnach die letzte sein. Das Statement kam einen Tag, nachdem sich der Leitende Produzent und Schauspieler Kevin Spacey Missbrauchsvorwürfen durch einen anderen Schauspieler ausgesetzt sah.

Der US-Schauspieler Anthony Rapp gab am Montag bekannt, dass der betrunkene Kevin Spacey ihn im Jahr 1986 während einer Party bei ihm zu Hause sexuell belästigt haben soll. Anthony Rapp war damals 14 und Kevin Spacey 26 Jahre alt gewesen.

Nach eigenen Worten erinnere sich der Hauptdarsteller von "House of Cards" nicht an den Vorfall. "Aber wenn ich mich damals so verhalten habe, wie er es beschreibt, dann schulde ich ihm die aufrichtigste Entschuldigung für etwas, das zutiefst unangemessenes, betrunkenes Verhalten gewesen wäre", twitterte Kevin Spacey. Der prominente US-Schauspieler fügte auch hinzu, dass diese Geschichte ihm den Mut gegeben habe, zuzugeben, dass er Beziehungen zu Männern gehabt habe.

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Die US-Fernsehserie "House of Cards" handelt von einem demokratischen Politiker, der in Rekordzeit vom Kongressabgeordneten zum US-Präsidenten wird. Frank Underwood, gespielt von dem mehrfachen Oscar-Preisträger Kevin Spacey, scheut nicht vor Intrigen und Morgen zurück, um seine Ziele und Interessen durchzusetzen.