Deutsche Post zeigt Gravitationswellen auf neuer Briefmarke

aei.mpg.de
Deutsche Post zeigt Gravitationswellen auf neuer Briefmarke
Die von Albert Einstein vorhergesagten und inzwischen nachgewiesenen Gravitationswellen zieren eine neue Briefmarke der Deutschen Post. Die 70-Cent-Marke wird nach Angaben des Finanzministeriums ab dem 7. Dezember ausgegeben. Abgebildet ist eine Simulation der Entdeckung, die Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik in Potsdam erstellt haben.

"Die Marke zeigt die von den beiden umeinander kreisenden schwarzen Löchern abgestrahlten Gravitationswellen, die die Ligo-Detektoren im September 2015 beobachtet haben", sagte Institutsdirektorin Alessandra Buonanno.

Für den direkten Nachweis der Wellen erhalten die drei US-amerikanischen Forscher Rainer Weiss, Kip Thorne und Barry Barish am 10. Dezember den Nobelpreis für Physik. An dem ersten Beleg des vor rund 100 Jahren von Einstein vorhergesagten Phänomens waren Forscher des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik in Hannover und Potsdam maßgeblich beteiligt.

Mehr lesen:  Der Nobelpreis für Physik - Wie schwarze Löcher Erkenntnisse in der Astronomie revolutionierten

Gravitationswellen entstehen etwa, wenn große Objekte im Weltall beschleunigt werden. Am 14. September 2015 konnten die Ligo-Observatorien in den USA erstmals die Gravitationswellen von zwei sich umkreisenden Schwarzen Löchern auffangen, die in 1,3 Milliarden Lichtjahren Entfernung zur Erde verschmolzen waren. (dpa)