Behörden auf Manus kappen Versorgung für Australiens Flüchtlingscamp

Behörden auf Manus kappen Versorgung für Australiens Flüchtlingscamp
Behörden auf Manus kappen Versorgung für Australiens Flüchtlingscamp (Archivbild)
Die Behörden auf der Pazifikinsel Manus haben die Versorgung eines von Australien betriebenen Flüchtlingslagers mit Wasser und Lebensmitteln unterbrochen. Dies berichteten Bewohner des Lagers am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Das Lager soll Ende Oktober geschlossen und etwa 600 dort verbliebene Migranten in eine nahe gelegene Stadt umgesiedelt werden.

Manus gehört zu Papua-Neuguinea. Der oberste Gerichtshof des Inselstaates hat die Lager für rechtswidrig erklärt. Die Flüchtlinge weigern sich jedoch aus Angst vor der örtlichen Bevölkerung, das Lager zu verlassen. Australien lehnt es grundsätzlich ab, Asylsuchende aufzunehmen, die mit dem Boot ankommen. Die meisten der Flüchtlinge kommen aus dem Iran, Afghanistan, Sri Lanka, Pakistan und Bangladesch.

"Die Anwohner sind sehr wütend auf die australische Regierung", sagte ein Flüchtling der Deutschen Presse-Agentur. "Sie haben auch Waffen...und wollen die Umsiedelung der Flüchtlinge verhindern." Die Polizei verstärkte ihre Einsatzkräfte vor Ort und rief beide Seiten zur Besonnenheit auf. (dpa)

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