Schweizer Tierschützer protestieren bei öffentlicher Schweineschlachtung

Schweizer Tierschützer protestieren bei öffentlicher Schweineschlachtung
Schweizer Tierschützer protestieren bei öffentlicher Schweineschlachtung (Symbolbild)
Trotz Protesten von Tierschützern haben Schweizer Metzger in Sissach bei Basel öffentlich zwei Schweine geschlachtet. Sie wollten dem Publikum das Handwerk des Metzgers zeigen. Zuschauer sollten eine fachgerechte Schlachtung im Einklang mit alten Traditionen sehen und lernen, wie Fleisch verarbeitet wird. Einige Dutzend Zuschauer waren am Samstag dabei, als die Tiere getötet, gereinigt und auseinandergenommen wurden.

In der Nähe protestierten Tierschützer gegen die öffentliche Schlachtung. "Tiere fühlen, Tiere leiden" und "Ihr Schmerz für euren Genuss" stand auf ihren Plakaten. Wer die Realität der Fleischproduktion sehen wolle, gehe besser in ein Schlachthaus, meinte der Schweizer Tierschutz (STS). Er argwöhnte, dass die Metzgerei mit dem öffentlichen Töten nur Schaulustige anziehen wollte. Als Skandal brandmarkte der ehemalige Pfarrer Lukas Baumann die Veranstaltung. "Öffentlich darf eine solche Gewalt nicht gezeigt werden", sagte er der Zeitung "Blick". Die Metzgerei blieb unbeirrt. (dpa)

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