Helikopter mit russischer Besatzung vor Spitzbergen abgestürzt – Suche bislang erfolglos

Helikopter mit russischer Besatzung vor Spitzbergen abgestürzt – Suche bislang erfolglos
Helikopter mit russischer Besatzung vor Spitzbergen abgestürzt – Suche bislang erfolglos
Ein russischer Helikopter mit acht Menschen an Bord ist am Donnerstag vor der norwegischen Insel Spitzbergen ins eisige Meer gestürzt. Rettungskräfte durchsuchten von Hubschraubern und Booten aus das Unglücksgebiet, Wind und Schneefall behinderten den Einsatz. Es seien nur Ölflecken gesichtet worden, sagte der Leiter der Rettungszentrale dem Norwegischen Rundfunk NRK.

Der Hubschrauber war auf dem Weg von der ehemaligen Bergbausiedlung Pyramiden zu der weiter südlich gelegenen russischen Ortschaft Barentsburg. Zwei bis drei Kilometer vor Barentsburg sei er ins Meer gestürzt, teilten die Retter mit. Ein Notruf sei nicht eingegangen.

Nach Angaben in Moskau waren drei russische Polarforscher und fünf Mann Besatzung an Bord der Maschine vom Typ Mi-8. In dem nahezu null Grad kalten Wasser könnten Menschen nur wenige Minuten überleben, sagten Experten.

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Als mögliche Ursache des Absturzes galten schwierige Wetterbedingungen oder ein Pilotenfehler, wie die Agentur Interfax unter Berufung auf Rettungsdienste meldete.

Am Abend waren mit Hilfe eines Sonars Luftblasen und Spuren von Öl im Wasser geortet worden. Mit einem Mini-U-Boot hoffte man, die mögliche Absturzstelle zu finden. Wegen des schlechten Wetters verlief der Einsatz aber ergebnislos. Am Freitag sollten sich ein Seeaufklärungsflugzeug und ein Schiff der Küstenwache an der Suche beteiligen. (dpa)