Falsche Anklage wegen Terrorismus: Kanada zahlt über 30 Millionen US-Dollar an drei Betroffene

Falsche Anklage wegen Terrorismus: Kanada zahlt über 30 Millionen US-Dollar an drei Betroffene
Falsche Terrorismusanklage: Kanada zahlt über 30 Millionen US-Dollar an drei Betroffene
Die Regierung von Kanada hat eine Entschädigung in Höhe von insgesamt 31.3 Million US-Dollar an drei Männer ausgezahlt, die fälschlich beschuldigt wurden, Verbindungen zum Terrorismus zu haben, und in einem syrischen Gefängnis gefoltert wurden. Der Gesamtbetrag wurde zwischen Abdullah Almalki, Ahmad El Maati und Muayyed Nureddin aufgeteilt.

Die drei Männer reichten die Schadensersatzklage von 100 Millionen Dollar wegen der Rolle der kanadischen Regierung in ihrer Gefangenschaft ein. Sie behaupteten, dass ihr Ruf zerstört wurde und sie psychologische und physische Schaden erlitten hatten. Keiner von ihnen wurde jemals wegen Terrordelikten angeklagt.

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Alle drei Männer wurden zu unterschiedlichen Zeiten in Syrien festgenommen. Der ehemalige LKW-Fahrer El Maati wurde im November 2001 verhaftet, nachdem er zu einer Hochzeit nach Syrien geflogen war. Die kanadische Polizei verdächtigte ihn, einen Angriff auf Nuklearanlagen in Kanada zu planen. Der Elektroingenieur Almalki aus Ottawa wurde nach der Warnung der kanadischen Sicherheitsbehörde ab dem Jahr 2002 für 22 Monate in Syrien festgehalten. Während seiner Folterung gestand Almalki fälschlicherweise seine Verbindung zum Al-Qaida-Gründer Osama bin Laden. Nureddin, der Rektor einer islamischen Schule in Toronto, wurde für 34 Tage inhaftiert, als er im Jahr 2003 die irakische Grenze überquerte.