Fünf Tage Trauer: Thailand nimmt Abschied von König Bhumibol

Fünf Tage Trauer: Thailand nimmt Abschied von König Bhumibol
Fünf Tage Trauer: Thailand nimmt Abschied von König Bhumibol
Mehr als ein Jahr nach seinem Tod nimmt Thailand endgültig Abschied von König Bhumibol. Mit einer prunkvollen Prozession wurde die Urne am Donnerstag in Bangkok aus dem Großen Palast zum Ort der Verbrennung gebracht. Mehr als 100.000 Menschen - alle in schwarz - knieten am Rand der zwei Kilometer langen Strecke nieder. Der Leichnam soll am Abend in einer prunkvollen Zeremonie eingeäschert werden.

Bhumibol hatte sieben Jahrzehnte an der Spitze des Landes gestanden. Er starb im vergangenen Oktober im Alter von 88 Jahren. Damals war er auch der am längsten regierende Monarch der Welt. Seither lag der konservierte Leichnam im Großen Palast, der alten Residenz von Thailands Königen. Zu der Trauerfeier, die bis 29. Oktober dauert, kamen Staatsgäste aus aller Welt, darunter auch viele Angehörige von anderen Königshäusern. Deutschland wird von Ex-Bundespräsident Christian Wulff vertreten.

Die Trauerzeremonie folgt einem Ritual, wie es in Thailand (früher: Siam) schon seit Jahrhunderten bei der Feuerbestattung von Königen üblich ist. Im Buddhismus werden Tote traditionell verbrannt. Beteiligt waren mehrere tausend Soldaten und Höflinge in farbenprächtigen Uniformen. Neben traditioneller Musik wurden aber auch Eigenkompositionen des verstorbenen Königs gespielt. Bhumibol - auch bekannt als Rama IX. - war ein großer Jazz-Liebhaber.

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Wegen der Trauerfeier wurde der Donnerstag in Thailand zum gesetzlichen Feiertag erklärt. König des 67-Millionen-Einwohner-Staats ist nun Bhumibols einziger Sohn Maha Vajiralongkorn. Der 65-Jährige ist allerdings noch nicht gekrönt. (dpa)