China züchtet Reissorte, die in Salzwasser gedeiht und 200 Millionen Menschen ernähren kann

China züchtet Reissorte, die in Salzwasser gedeiht und 200 Millionen Menschen ernähren kann
China entwickelt Sorte salzwasserresistenten Reises, die 200 Millionen Menschen ernähren kann
Chinesischen Wissenschaftlern ist es gelungen, eine Reissorte zu züchten, die in salzigem Wasser wachsen kann. Im Frühling wurden mehr als 200 Reisarten im Forschungs- und Entwicklungszentrum für Salz- und Alkalitoleranten Reis in Qingdao, einer Küstenstadt in der ostchinesischen Provinz Shandong, gesät. Danach wurde Wasser aus dem Gelben Meer gepumpt, verdünnt und in die Reisfelder geleitet.

Die Forscher erwarteten zunächst eine Ausbeute von rund 4,5 Tonnen pro Hektar. Sie waren überrascht, als vier Sorten zwischen 6,5 und 9,3 Tonnen pro Hektar brachten. In China gibt es seit einiger Zeit Versuche, salz- und alkalitolerante Reissorten zu züchten. Der unerwartete Ertrag zeigt aber, dass einige Sorten für den kommerziellen Anbau bereit sind.

China hat eine Million Quadratkilometer Brachflächen, auf denen kaum Pflanzen wachsen wegen hohen Salzgehaltes oder Alkalinität. Könnte man ein Zehntel dieser Gebiete mit den neuen salzresistenten Reissorten bebauen, könnten man Chinas Reisproduktion um fast 20 Prozent steigern, so der Forschungsleiter Yuan Longping. Damit könnten 50 Millionen Tonnen Nahrung produziert werden, so Longpin, der auch als Chinas "Vater des hybriden Reises" bekannt ist. Das sei genug, um 200 Millionen Menschen zu ernähren, sagte er der Zeitung South China Morning Post.

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