Teheran verurteilt einen Mossad-Informanten zur Todesstrafe

Teheran verurteilt einen Mossad-Informanten zur Todesstrafe
Teheran verurteilt einen Mossad-Informanten zur Todesstrafe
Ein iranisches Gericht hat am Dienstag einen Mann zur Todesstrafe verurteilt, der dem israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad sensible Informationen mitgeteilt haben soll. Der Richter sah es als bewiesen an, dass der Informant auf diese Weise den Mord an mehreren ranghohen Kernphysikern herbeigeführt hatte. Der Name des Agenten wurde nicht bekanntgegeben.

"Diese Person ist mehrmals mit Mossad-Agenten zusammengekommen und hat ihnen geheime Informationen über Militär- und Nuklearobjekte im Iran gegen Geld und Wohnsitz in Schweden zur Verfügung gestellt", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den Staatsanwalt Abbas Jafari Dolatabadi.

Am 12. Januar 2010 war der iranische Teilchenphysiker Massud Ali-Mohammadi von einer ferngesteuerten Bombe getötet worden. Der Tod des Physikers markierte den Beginn einer Anschlagserie auf iranische Atomforscher. Im November 2010 wurden bei zwei weiteren Bombenanschlägen in Teheran Madschid Schahriari getötet und Fereidun Abbassi verletzt. Am 23. Juli 2011 erschossen zwei Täter den 35-jährigen Wissenschaftler und Universitätsdozenten Dariusch Rezaie vor dem Kindergarten seiner Tochter. Am 11. Januar kam der Chemiker und Direktor der Urananreicherungsanlage in Natanz, Mostafa Ahmadi Roschan, durch eine Bombe ums Leben. (Reuters/Lenta.ru/Wikipedia)

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