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Referenden über mehr Autonomie in Norditalien

Referenden über mehr Autonomie in Norditalien
Referenden über mehr Autonomie in Norditalien
In den norditalienischen wirtschaftsstarken Regionen Lombardei und Venetien stimmen die Bürger am Sonntag über mehr Autonomie von der Regierung in Rom. Zu den Referenden in zwei der reichsten Gegenden des Landes sind rund zehn Millionen Menschen aufgerufen. Die Referenden sind rechtlich nicht bindend.

Die Einwohner entscheiden bei der Abstimmung, ob ihre Regionalregierungen mehr Kompetenzen bekommen - vor allem, um das hier erwirtschaftete Geld in der Region halten. Im Gegensatz zu der spanischen Region Katalonien geht es nicht um die Unabhängigkeit. Die Referenden sollen vielmehr den Regionalvertretern mehr Gewicht in Verhandlungen mit der Regierung in Rom geben.

Die Wahllokale sind bis 23 Uhr geöffnet. Die Ergebnisse werden in der Nacht zum Montag erwartet. Während in Venetien eine Hürde von 50 Prozent übersprungen werden muss, gilt in der Lombardei kein solches Quorum.

Antreiber der Autonomiebestrebungen ist die Partei Lega Nord, die einst gegründet wurde, um den reichen Norden vom armen Süden Italiens abzuspalten. Mittlerweile verfolgt die Partei das Ziel der Abspaltung nicht mehr offensiv. (dpa)

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