Anführer brutaler pakistanischer Talibangruppe bei US-Drohne-Attacke getötet

Anführer brutaler pakistanischer Talibangruppe bei US-Drohne-Attacke getötet
Anführer brutaler pakistanischer Talibangruppe bei US-Drohne-Attacke getötet (Symbolbild)
Der Anführer der brutalsten und aktivsten pakistanischen Talibangruppe Jamaat ul-Ahrar (JuA) ist nach Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen bei einem US-Luftangriff ums Leben gekommen. Ein Geheimdienstmitarbeiter und eine Quelle aus Militärkreisen sagten am Freitag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, Omar Khalid Khorasani sei am Montag durch eine US-Drohne in der afghanischen Provinz Paktia schwer verletzt worden. Gestorben sei er vermutlich am Dienstag.

Ein JuA-Sprecher bestätigte dessen Tod im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP. Die USA hatten vergangene Woche nach der Befreiung einer fünfköpfigen kanadisch-amerikanischen Familie aus den Händen des afghanischen Hakkani-Netzwerks in Pakistan auf beiden Seiten der Grenze eine ganze Serie von Drohnenangriffen begonnen. Im Grenzland verstecken sich Kämpfer von Extremistengruppen aus beiden Ländern.

Medien berichteten, dass eine JuA-Versammlung bereits einen neuen Anführer gewählt habe, einen Mann namens Asad Afridi. Es ist bereits der dritte schwere Schlag für die Gruppe in kurzer Zeit. Ihr einflussreicher Spreche, Ehsanullah Ehsan, hatte sich unter rätselhaften Umständen im April dem Militär ergeben. Ein weiterer hoher Kommandeur, Adil Bacha, war nach Medienberichten Ende September ebenfalls in Afghanistan bei Drohnenangriffen getötet worden.

Jamaat ul-Ahrar verübt Anschläge gegen den Staat, gegen Muslime, die sie als Ketzer empfinden, wie Schiiten, sowie gegen Christen. JuA steckte zum Beispiel 2016 hinter einem schweren Anschlag in der Großstadt Lahore, wo sich ein Selbstmordattentäter in einem Park, wo Familien Ostern feierten, in die Luft sprengte. 70 Menschen starben. (dpa)

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