Gericht in Hamburg verurteilt Russen zu einem Jahr Bewährungsstrafe wegen G20-Unruhen

Gericht in Hamburg verurteilt Russen zu einem Jahr Bewährungsstrafe wegen G20-Unruhen
Gericht in Hamburg verurteilt Russen zu einem Jahr Bewährungsstrafe wegen G20-Unruhen (Archivbild)
Ein russischer Staatsbürger hat in Deutschland eine Bewährungsstrafe von einem Jahr wegen der Beteiligung an den G20-Krawallen in Hamburg im Juli dieses Jahres erhalten. Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur TASS soll der Mann einem Polizisten schwere Körperverletzungen zugefügt haben. Das Urteil wurde von einem Hamburger Gericht am Donnerstag gefällt. Weitere Informationen lagen der Nachrichtenagentur nicht vor.

Bei dem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in Hamburg war es zu heftigen Krawallen gekommen. Mehr als 20.000 Polizeibeamte sollten für den öffentlichen Frieden sorgen. Unruhen und Zusammenstöße dominierten jedoch die deutsche Hafenstadt über drei Tage lang. Einheimische waren von der Zerstörung und der Gewaltbereitschaft geschockt. Laut offiziellen Statistiken wurden 143 Randalierer verhaftet. Etwa 200 Polizeibeamte erlitten Verletzungen. Während der gewaltigen Proteste gegen den G20-Gipfel in der Hansestadt wurden auch zwei Einwohner von Moskau im Alter von 20 bzw. 30 Jahren festgenommen. Die Staatsanwaltschaft legte einem der beiden Männer zur Last, einen Beamten schwer verletzt zu haben. Der andere wurde wegen einer versuchten Körperverletzung und des Widerstandes gegen Polizeibeamte angeklagt. (TASS)

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