Quebec beschließt Vollverschleierungsverbot ab 2018

Quebec beschließt Vollverschleierungsverbot ab 2018
(Symbolbild)
In der kanadischen Provinz Quebec haben die Gesetzgeber eine Regelung beschlossen, die eine Gesichtsverschleierung im öffentlichen Sektor, und zwar in den Bereichen des Verkehrs, der Schulen und der Krankenhäuser, untersagt. Das Verbot, das nach jahrelangen Debatten verabschiedet wurde, sorgt für Empörung in der kanadischen muslimischen Gemeinschaft.

Das neue Gesetz zielt darauf ab, die Beachtung der religiösen Neutralität zu fördern, und ist damit das erste Gesichtsverschleierungsverbot auf dem nordamerikanischen Kontinent. Die neue Regelung soll am 1. Juli 2018 in Kraft treten. Von diesem Zeitpunkt an wird es allen Menschen, die im öffentlichen Sektor Dienstleistungen anbieten oder nutzen, verboten, ihre Gesichter abzudecken, es sei denn, dies ist wegen der Arbeitsbedingungen erforderlich. Obwohl sich die neue Regelung nicht ausdrücklich gegen eine bestimmte Art der religiösen Gesichtsverschleierung richtet, fühlen sich die kanadischen Muslime dadurch bedroht.

Mehr lesen - Der Burka-Irrsinn in Österreich: Geldstrafen für Radfahrer, Maskottchen und Clowns? [Video]