Israel genehmigt erste Siedlung im UNESCO-geschützten Hebron seit 15 Jahren

Israel genehmigt erste Siedlung im UNESCO-geschützten Hebron seit 15 Jahren
Israel genehmigt erste Siedlung im umstrittenen Hebron seit 15 Jahren (Symbolbild)
Israel hat erstmals nach 15 Jahren den Bau von 31 neuen jüdischen Siedlungshäusern in der Stadt Hebron genehmigt. Hebron ist die größte palästinensische Stadt im Westjordanland und beheimatet ungefähr 1.000 jüdische Siedler.

Israel hat ein umstrittenes Siedlungsbauprojekt im Südosten Jerusalems wieder aufgenommmen. Eine Sprecherin der israelischen Organisation Peace Now kritisierte die Pläne zum Bau von 1.600 Wohneinheiten in Givat Hamatos am Montag scharf. Das Bauprojekt beweise, dass Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu "entschlossen ist, jede Chance auf eine friedliche Zwei-Staaten-Lösung zu zerstören", sagte Chagit Ofran. Gebaut werden soll auf einem Gebiet, das die Palästinenser als Teil eines eigenen Staates beanspruchen.

Nach Angaben der israelischen Internet-Zeitung The Times of Israel und der US-amerikanischen Zeitung Jewish Press sei die Baugenehmigung eine Reaktion auf die Entscheidung der UNESCO, die Altstadt von Hebron im Westjordanland zum "dritten palästinensischen Weltkulturerbe" zu erklären und zugleich auf die Liste gefährdeter Stätten zu setzen. Dieses Jahr genehmigte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine Reihe von neuen Siedlungen. Die letzten Siedlungen in Hebron wurden im Jahre 2002 genehmigt, was im Bau von zehn Anlagen resultierte.

 (rt deutsch/dpa)

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