US-Präsident Donald Trump droht mit Hilfenkürzung für Puerto Rico

US-Präsident Donald Trump droht mit Hilfenkürzung für Puerto Rico
US-Präsident Donald Trump droht mit Hilfenkürzung für Puerto Rico
Trotz der noch immer katastrophalen Lage in Puerto Rico droht US-Präsident Donald Trump bereits mit dem Abzug der Hilfskräfte. "Wir können (den Katastrophenschutz) Fema, das Militär und die Rettungskräfte, die unter schwierigen Umständen großartige Arbeit geleistet haben, nicht für immer in Puerto Rico lassen", schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter. In einer weiteren Nachricht machte er die Bewohner des US-Außengebiets selbst für ihre missliche Lage verantwortlich.

"Puerto Rico hat Wirbelstürme überlebt, jetzt zieht eine Finanzkrise herauf, die größtenteils selbstverschuldet ist", zitierte er die TV-Journalistin Sharyl Attkisson. "Stromversorgung und Infrastruktur waren bereits vor den Stürmen ein Desaster. Der Kongress muss entscheiden, wie viel er bezahlen will."

Der Hurrikan "Maria" hatte Puerto Rico vor drei Wochen frontal getroffen und weite Teile der Karibikinsel zerstört. Viele Menschen blieben ohne Strom und fließend Wasser. Die Schäden wurden auf etwa 95 Milliarden Dollar geschätzt. Man kritisierte Donald Trump für dessen Krisenmanagement immer wieder. Bei einem Besuch in Puerto Rico relativierte er die Zahl der Toten und erinnerte die Puerto-Ricaner an ihre Schulden. Tatsächlich steckte die Insel bereits vor dem Sturm in wirtschaftlichen Problemen. Washington hat die Insel bereits unter Finanzaufsicht gestellt. Die Schuldenlast liegt bei über 70 Milliarden US-Dollar, hinzu kommen ungedeckte Pensionsansprüche. (dpa)

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