Hamas-Chef Hanija: Hamas und Fatah einigen sich auf Abkommen zur Versöhnung

Hamas-Chef Hanija: Hamas und Fatah einigen sich auf Abkommen zur Versöhnung
Ismail Hanija und Mahmud Abbas
Die beiden rivalisierenden Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah haben sich in Kairo auf ein Abkommen zur Versöhnung verständigt. Das teilte Hamas-Chef Ismail Hanija am frühen Donnerstag mit. Details wurden zunächst nicht bekannt.

Bei den Gesprächen unter Vermittlung Ägyptens war es darum gegangen, den seit 2007 von der Hamas beherrschten Gaza-Streifen unter die Kontrolle der Palästinensischen Regierung von Mahmud Abbas zu stellen. Abbas regiert in dem von Israel kontrollierten Westjordanland. Die radikalislamische Hamas ist nach der Fatah die größte Palästinenserorganisation. Sie wird von den USA und der Europäischen Union als Terrorgruppe eingestuft. Vor zehn Jahren hatte sie die Macht im Gazastreifen in einem blutigen Bürgerkrieg mit der im Vergleich dazu gemäßigt auftretendenen Fatah an sich gerissen. Die Abbas-Regierung ist international anerkannt.

Im September hatte die Hamas verkündet, sie lade die Regierung des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas im Westjordanland dazu ein, "in den Gazastreifen zu kommen und ihre Aufgaben sofort zu übernehmen". Damals herrscht Skepsis, weil schon frühere Versöhnungsversuche gescheitert waren. In dem Küstenstreifen leben rund zwei Millionen Menschen. (dpa)

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