Über 100 Nilpferde sterben in Namibia: Behörden vermuten Milzbrandausbruch

Über 100 Nilpferde sterben in Namibia: Behörden vermuten Milzbrandausbruch
Über 100 Nilpferde sterben in Namibia: Behörden vermuten Milzbrandausbruch
Über 100 Nilpferde sind in der vergangenen Woche im Bwabwata-Nationalpark im Nordosten Namibias gestorben, teilte der Umweltminister des Landes, Pohamba Shifeta, gegenüber AFP mit. Ihm zufolge könnte Milzbrand den Tod der Tiere verursacht haben. Bilder zeigen dutzende leblose Flusspferde, einige liegen flach auf dem Rücken, andere nur mit Kopf über trübem Wasser.

Er sagte, die Zahl der gestorbenen Tiere könnte noch höher sein, weil Krokodile einige Kadaver gefressen haben könnten. "Unsere Veterinärdienste arbeiten derzeit in der Region, um die Todesursache zu ermitteln. Sobald wir sie festgestellt haben, können wir uns für weitere Schritte entscheiden", sagte Shifeta. Einschätzungen der Regierung zufolge betrug die Flusspferdepopulation Namibias vor dem Massensterben etwa 1.300 Tiere.

Milzbrand ist eine Infektionskrankheit, die häufig in ariden Klimazonen, wie zum Beispiel die afrikanische Savanne, Tiere befällt. Die Übertragung von Tieren auf Menschen ist auch möglich.

Mehr lesenMilzbrand-Epidemie auf russischer Jamal-Halbinsel: Zahlreiche Kinder infiziert, 2.300 tote Rentiere