UNO evakuiert Personal wegen Jagd auf Vampire in Malawi

UNO evakuiert Personal wegen Jagd auf Vampire in Malawi
UNO evakuiert Personal wegen Jagd auf Vampire in Malawi (Symbolbild).
Die Vereinten Nationen und einige NGOs haben ihr Personal aus zwei südlichen Provinzen der Republik Malawi evakuiert. Grund ist eine überhandnehmende Jagd auf Vampire, die seit Mitte September schon fünf Menschen das Leben gekostet hat. Die abergläubische Landbevölkerung richtet sogar Checkpoints an Straßen ein, um die blutsaugende Rasse auszumerzen.

Nach Angaben des UN-Departments für Schutz und Sicherheit dürften die Gerüchte über bissige wandelnde Leichname von dem benachbarten Mosambik auf das Land übergegriffen haben. Wer genau sie in die Welt gesetzt hat, bleibt bisher ungewiss. Malawis Präsident Peter Mutharika hat diese Entwicklung als besorgniserregend bezeichnet.

Malawi ist eines der ärmsten Länder der Welt. Dort sind viele internationale NGOs aktiv, um der hungernden Bevölkerung unter die Arme zu greifen. Aberglaube und Hexerei sind in Afrika weit verbreitet. So ist die Zahl der Menschenopfer in Uganda infolge der aktuellen Dürre stark gestiegen. Im September wurden im Land mehr als 40 Hexer verhaftet, die ihre Mitmenschen zu rituellen Zwecken geopfert haben sollen. (Lenta.ru)

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