Belgische Beschäftigte im Öffentlichen Dienst fühlen sich von Politik verlassen und treten in Streik

Belgische Beschäftigte im Öffentlichen Dienst fühlen sich von Politik verlassen und treten in Streik
Belgische Beschäftigte fühlen sich von Politik verlassen und treten in Streik
Sie fühlen sich verlassen wie ausgesetzte Haustiere: Viele tausend Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes sind am Dienstag in Belgien in den Streik getreten. In Lüttich versammelten sich Postbedienstete vor einem Tierheim, um der Regierung des liberalen Premierministers Charles Michel ihre Forderungen zu verdeutlichen.  Die Gewerkschaft FGTB hatte zu dem Protest gegen Einsparungen im Öffentlichen Dienst und Privatisierungspläne aufgerufen.

"Dies ist eine symbolische Aktion, aber sobald die Privatisierung beschlossen wird, werden wir eine lange Blockade beginnen", sagte ein Gewerkschaftsvertreter laut der Nachrichtenagentur Belga.

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Auch viele Lehrer und Beschäftigte von Verkehrsbetrieben waren am Dienstag nicht zum Dienst erschienen, um für ihre Pensionen und den Erhalt des Öffentlichen Dienstes insgesamt einzutreten. Das führte um und in Brüssel und anderen großen Städten zu enormen Staus auf den Straßen - der flämischen Rundfunk VRT berichtete von der "schwersten morgendlichen Rushhour des Jahres" in Flandern mit Staus bis zu 400 Kilometern Länge. In der Hauptstadt fuhren nur wenige U-Bahnen und Straßenbahnen auf ausgewählten Strecken. (dpa)