Australier trennen sich von 50.000 Schusswaffen während Amnestie

Australier trennen sich von 50.000 Schusswaffen während Amnestie
Australier trennen sich von 50.000 Schusswaffen während Amnestie
Das Angebot einer dreimonatigen Amnestie für die Besitzer illegaler Schusswaffen in Australien ist nach Angaben von Premierminister Malcolm Turnbull sehr gut angenommen worden. In dem Vierteljahr bis Ende September seien mehr als 50.000 nicht registrierte Schusswaffen bei den Behörden abgegeben worden, sagte Turnbull am Freitag. "Das ist eine überwältigende Antwort."

Die dreimonatige Amnestie garantierte den Besitzern illegaler Waffen bei Ablieferung Straffreiheit. Sie sollte dazu beitragen, dass neue Terroranschläge verhindert werden.

Die rund 50.000 abgegebenen Waffen reichten von Modellen aus dem 19. Jahrhundert über solche, die in beiden Weltkriegen gebraucht worden sind bis hin zu modernen halbautomatischen Schusswaffen. Auch eine selbstgebastelte Maschinenpistole sei dabei gewesen, berichtete Turnbull.

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Trotz eines verhältnismäßig strengen Gesetzes waren in Australien im Juni nach Schätzungen etwa 260.000 Schusswaffen unerlaubt in Umlauf. Auf Verstöße stehen in der Regel Geldstrafen bis 280.000 Australische Dollar (etwa 190.000 Euro) und bis 14 Jahre Haft. (dpa)