Kolumbianische Streitkräfte töten ELN-Guerillaführer kurz vor Beginn der Waffenruhe

Kolumbianische Streitkräfte töten ELN-Guerillaführer kurz vor Beginn der Waffenruhe
Kolumbianische Streitkräfte töten ELN-Guerillaführer kurz vor Waffenruhe-Beginn (Symbolbild)
Kurz vor Beginn einer dreimonatigen Waffenruhe haben Kolumbiens Streitkräfte einen Anführer der linken Guerillaorganisation ELN getötet. Der unter dem Kampfnamen "Carro Loco" bekannte Rebell starb in der zentral gelegenen Provinz Casanare. Kurz danach trat die Feuerpause in Kraft. Die Waffenruhe mit der ELN war kurz vor dem Besuch von Papst Franziskus im September vereinbart worden.

Die ELN und die Regierung von Staatschef Juan Manuel Santos verhandeln derzeit über einen Friedensvertrag. Im vorigen Jahr hatte der kolumbianische Präsident bereits ein Friedensabkommen mit der größeren FARC-Guerilla erzielt, die nun friedlich für ihre Ideale weiterkämpft.

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In dem kolumbianischen Konflikt waren seit den 1960er Jahren mehr als 220.000 Menschen getötet und Millionen vertrieben worden. Für seine Bemühungen zur Beendigung des seit 50 Jahren tobenden Bürgerkriegs erhielt Juan Manuel Santos im Jahr 2016 den Friedensnobelpreis. (dpa)

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