Braunkohlekraftwerk Frimmersdorf geht in Reserve

Braunkohlekraftwerk Frimmersdorf geht in Reserve
Braunkohlekraftwerk Frimmersdorf geht in Reserve
Nach mehr als sechs Jahrzehnten ist der normale Betrieb des Braunkohlekraftwerks Frimmersdorf im rheinischen Grevenbroich eingestellt worden. Die zwei 1966 und 1970 in Betrieb genommenen 300-Megawatt-Blöcke wurden wie geplant vom Netz genommen und in die "Sicherheitsbereitschaft" überführt. Vier Jahre lang sollen die Kraftwerksblöcke noch als Kapazitätsreserve für Stromengpässe bereitstehen, ansonsten aber nicht mehr produzieren, sagte ein Sprecher des Betreibers RWE Power am Sonntag.

Unternehmenschef Matthias Hartung hatte zuvor den Schritt einen Beitrag zum Klimaschutz genannt. Bei Umweltschützern stieß jedoch die Tatsache, dass die Anlage vorläufig noch als Reservekraftwerk weitergenutzt wird, auf scharfe Kritik angesichts des hohen Kohlendioxid-Ausstoßes der Blöcke.

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Mit dem Bau des Kraftwerks Frimmersdorf war 1953 begonnen worden. Zwischen 1955 und 1970 wurden in kurzen Abständen insgesamt 16 Kraftwerksblöcke fertiggesellt. Seit 2012 waren aber nur noch zwei davon in Betrieb.