Spanische Polizei sperrt Wahllokale in Katalonien – Regionalpräsident votiert in Dorf

Spanische Polizei sperrt Wahllokale in Katalonien – Regionalpräsident votiert in Dorf
Spanische Polizei sperrt Wahllokale in Katalonien – Regionalpräsident votiert in Dorf
Der Chef der katalanischen Regionalregierung, Carles Puigdemont, hat am Sonntag im von Spaniens Behörden Unabhängigkeitsreferendum der Region seine Stimme abgegeben. Als aus Madrid entsandte Polizeieinheiten sein Wahllokal in dem Ort Sant Julià de Ramis in der Provinz Girona stürmten, fuhr der 54-jährige Politiker zur Stimmabgabe in das nahe gelegene Dorf Cornellá de Terri.

Carles Puigdemont war im Januar 2016 zum Chef der Regionalregierung – Generalitat – gewählt worden. Im Juni 2017 kündigte er für den 1. Oktober ein Referendum über die Abspaltung der Region von Spanien an. Die spanischen Behörden erklärten die Abstimmung für illegal.

Bei der Befragung können die Wähler in jedem Wahllokal abstimmen, unabhängig davon, wo sie gemeldet sind. Wie mehrfache Stimmabgaben verhindert werden sollen, ist unklar.

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