Deutschland und 49 weitere Staaten starten Austausch zu Steuerdaten

Deutschland und 49 weitere Staaten starten Austausch zu Steuerdaten
Deutschland und 49 weitere Staaten starten Austausch zu Steuerdaten (Symbolbild)
Für Steuerbetrüger wird es künftig weltweit schwieriger, Schwarzgeld ins Ausland zu transferieren. Deutschland und 49 weitere Staaten sowie Gebiete starten an diesem Samstag mit dem automatischen Austausch von Finanzdaten im Steuerbereich. Damit werden erstmals umfassend Daten über Konten von Ausländern bei ihren Banken mit deren Heimatländern ausgetauscht - beginnend mit Vorgängen für 2016. Von September 2018 an wollen dann - nach jetzigem Stand - insgesamt 102 Länder mitziehen.

Markus Meinzer vom Netzwerk Steuergerechtigkeit blieb in einem Kommentar für die Deutsche Presse-Agentur skeptisch. Aus seiner Sicht gebe es Schlupflöcher. So werde der automatische Informationsaustausch durch "Wohnsitz-Zertifikate" umgangen, mit denen Schattenfinanzplätze sehr Vermögende locken. "Das, was tatsächlich geschehen wird ab dem 30. September, wird nicht einsehbar", erklärte der Experte. (dpa)

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