Ladenbesitzer in Polen lässt alle Ukrainer nach gestohlenen Waren durchsuchen

Ladenbesitzer in Polen lässt alle Ukrainer nach gestohlenen Waren durchsuchen
Ladenbesitzer in Polen lässt alle Ukrainer nach gestohlenen Waren durchsuchen
Ein polnischer Ladenbesitzer hat nach einem Diebstahl beschlossen, alle Kunden aus der Ukraine an der Kasse zu durchsuchen. Der Unternehmer hängte an der Tür seines Geschäftes im ostpolnischen Barlinek ein entsprechendes Warnschild aus. "Achtung! Jeder ukrainische Staatsbürger wird nach der Bezahlung an der Kasse durchsucht", lautete das Schild auf Polnisch und Ukrainisch. Die fremdenfeindliche Mahnung musste wegen viel Kritik noch am selben Tag entfernt werden.

Auf den Vorfall wurde eine antifremdenfeindliche Organisation aufmerksam. Sie alarmierte darauf die polnische Staatsanwaltschaft, die Menschenrechtsbehörde und die ukrainische Botschaft in Polen. "Das ist ein eklatantes Beispiel für eine Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit", hieß es. Seinerseits räumte der xenophobe Ladenbesitzer ein, dass sich der Wortlaut des Schildes als "ziemlich misslungen" erwiesen habe. Ein Ukrainer habe zuvor versucht, Nahrungsmittel aus seinem Laden zu stehlen. Der Geschäftsmann habe nach diesem Diebstahlversuch "impulsiv" gehandelt. Bemerkenswert ist, dass der ukrainische Text der Warnung von den ukrainischen Mitarbeitern des Geschäftes stammt. (RIA Nowosti/Lenta.ru)

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