Kriminalstatistik: Interpol fahndet nach fast 300 Deutschen

Kriminalstatistik: Interpol fahndet nach fast 300 Deutschen
Kriminalstatistik: Interpol fahndet nach fast 300 Deutschen
Rund 300 deutsche Bürger stehen im Visier der internationalen Polizeiorganisation Interpol. Allein 225 Deutsche sind bei der weltweit agierenden Behörde mit einer sogenannten Red Notice gespeichert, mit der andere Staaten einen mutmaßlichen Straftäter für eine Festnahme zum Zweck der Auslieferung ausschreiben.

Wie die Funke-Mediengruppe am Samstag unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag schreibt, handelt es sich in 17 Fällen um eine sogenannte Blue Notice, mit deren Hilfe andere Interpol-Staaten den Aufenthaltsort eines Deutschen ermitteln wollen. Die Interpol hat zudem 19 Yellow Notices zu deutschen Staatsbürgern gespeichert - damit werden etwa vermisste Personen gesucht. Die Interpol-Ermittler warnen in 25 weiteren Fällen mit einer sogenannten Green Notice davor, dass der oder die Deutsche eine Gefahr darstellen könne. Zu sieben deutschen Bürgern liegt der Interpol eine Special Notice der Vereinten Nationen vor. Dabei geht es um Personen, die vom UN-Sicherheitsrat mit Sanktionen belegt sind. Insgesamt waren in den Interpol-Dateien Ende August somit 293 Einträge und Fahndungen zu Bundesbürgern gespeichert. (dpa)

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