Anstiftung zu Prostitution? Webseite wirbt belgische Studentinnen für Dating mit älteren Männern an

Anstiftung zu Prostitution? Webseite wirbt belgische Studentinnen für Dating mit älteren Männern an
Anstiftung zu Prostitution? Webseite wirbt belgische Studentinnen für Dating mit älteren Männern an
Die kontroverse Werbeaktion der nicht weniger umstrittenen Webseite Richmeetbeautiful in Brüssel, die die Kontaktaufnahme zwischen jungen Studentinnen und älteren Männern zustande bringen soll, hat eine Lawine öffentlicher Kritik ausgelöst und die Aufmerksamkeit der belgischen Behörden auf sich gezogen.

Um neue Nutzer anzulocken, entschieden sich die Gründer der Webseite für eine unkonventionelle Plakatkampagne: Seit dem 22. September parken LKWs mit großen Postern an ihren Wänden in der Nähe von Brüsseler Universitäten, um junge Mädchen anzuwerben, die an der Kontaktaufnahme mit wohlhabenden älteren Männern interessiert sein könnten. Von solchen Beziehungen sollten sowohl die Mädchen als auch die so genannten "sugar daddies" profitieren.

Die belgischen Minister werfen der Plattform Anstiftung zur Prostitution vor und planen, gegen sie gerichtlich vorzugehen. Der Geschäftsführer des Dating-Dienstes, Sigurd Vedal, wies alle Anschuldigungen zurück und erklärte, dass die Webseite nicht für Prostitution werbe und dass Geld immer eine gewisse Rolle in den romantischen Beziehungen spiele.

Nach großem Erfolg in den skandinavischen Ländern äußerte die norwegische Firma, die hinter der Webseite steckt, die Hoffnung, bis Ende 2018 ungefähr 300.000 Belgier für die Plattform zu gewinnen. 

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