Trotz Beschwerde aus Nordkorea: Twitter erlaubt Donald Trump, kontroverse Beiträge zu posten

Trotz Beschwerde aus Nordkorea: Twitter erlaubt Donald Trump, kontroverse Beiträge zu posten
Trotz Beschwerde aus Nordkorea: Twitter erlaubt Donald Trump, kontroverse Beiträge zu posten
Die für öffentliche Kommunikation zuständige Abteilung des Twitter-Managements erklärte auf ihrem eigenen Profil auf der Plattform, warum der Microbloggingdienst angriffslustige Tweets des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump nicht löscht.

In ihrem ersten Beitrag zu dem Thema verwiesen die Mitarbeiter des Microbloggingdienstes Twitter auf Anschuldigungen des nordkoreanischen Außenministers Ri Yong-ho gegen den US-Präsidenten. Dieser ist in ein verbales Geplänkel mit dem "Obersten Führer" Nordkoreas, Kim Jong-un, verwickelt. Der nordkoreanische Diplomat soll aggressive Twitter-Meldungen von Donald Trump als Kriegserklärung eingestuft haben, berichtet die US-amerikanische Kooperation nichtkommerzieller Hörfunksender, NPR.

In seiner Erklärung teilte das Twitter-Management mit, in Bezug auf alle Profile würden die gleichen Vorschriften angewendet. Das Twitter-Team berücksichtige eine Reihe von Faktoren, wenn man einschätze, ob die Beiträge gegen die Regeln verstoßen. Eines der wichtigsten Kriterien sei auch, ob die Nachricht berichtenswert und von öffentlichem Interesse ist. Offensichtlich entsprechen Trumps Tweets diesen Kriterien. Außerdem verpflichte sich der Microbloggingdienst zur Transparenz und auch dazu, Menschen über das Weltgeschehen zu informieren.

Zurzeit verbieten die Twitter-Vorschriften Aufrufe zu Gewalt, Drohungen und Beleidigungen anderer Nutzer und sozialer Gruppen. Die Profile derjenigen, die die Regeln des Dienstes verletzen, können vorübergehend gesperrt oder gelöscht werden. Die Regierung in Pjöngjang hatte offenbar darauf gehofft, Twitter würde Trumps Statements in der derzeitigen Korea-Krise unter diese Tatbestände subsumieren.

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