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Erdogan droht dem Irak mit militärischer Invasion

Erdogan droht dem Irak mit militärischer Invasion
Erdogan droht dem Irak mit militärischer Invasion
Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat das Unabhängigkeitsreferendum im Nordirak als "Verrat" an seinem Land bezeichnet. Obwohl die Beziehungen zwischen der Regionalregierung in Erbil und der Türkei bisher gut gewesen seien, habe Kurden-Präsident Massud Barsani sein Land vor dem Referendum nicht um Rat gefragt, kritisierte Erdogan am Dienstag in Ankara. Das sei "offen gesagt auch ein Verrat an unserem Land."

Am Vortag hatte Erdogan schon mit einer Blockade der Erdöl-Exporte gedroht. Nun drohte er mit einem militärischen Einmarsch in den Nordirak nach dem Vorbild der türkischen Militärintervention in Syrien. Die Kurden im Nordirak exportieren ihr Öl über die Türkei. Erdogan forderte Israel zudem auf, seine Unterstützung für die kurdische Regionalregierung zu überdenken.

Die Kurden hatten am Montag trotz heftiger internationaler Kritik über ihre Unabhängigkeit abgestimmt. Nach ersten Ergebnissen zeichnete sich eine überwältigende Mehrheit für eine Abspaltung ab. Neben der irakischen Zentralregierung und der Türkei haben sich auch die UN, die USA und der Iran gegen das Referendum ausgesprochen. (dpa / RT Deutsch)

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