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Urteil: Frau-zu-Mann-Transsexueller muss sich nach Geburt des Kindes als Mutter eintragen

Urteil: Frau-zu-Mann-Transsexueller muss sich nach Geburt des Kindes als Mutter eintragen
Urteil: Frau-zu-Mann-Transsexueller muss sich nach Geburt des Kindes als Mutter eintragen
Ein Transsexueller ist rechtlich gesehen die Mutter eines von ihm geborenen Kindes. Das gilt auch dann, wenn er seine Geschlechtszugehörigkeit bereits vor der Geburt von Frau zu Mann hatte ändern lassen, stellte der Bundesgerichtshof (BGH) in einem am Montag mitgeteilten Beschluss fest.

Hintergrund ist die Klage eines Transsexuellen, der sein Geschlecht von weiblich zu männlich hatte ändern lassen. Nach Zuerkennung des männlichen Geschlechts hatte er seine Hormontherapie abgesetzt und war wieder fruchtbar geworden. Im Jahr 2013 gebar er ein durch Samenspende gezeugtes Kind und wollte sich mit seinem männlichen Vornamen als dessen Vater eintragen lassen.

Dies ließen die Karlsruher Richter wie bereits die Vorinstanzen nicht zu. Eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte des Transsexuellen sahen sie darin nicht. Mutterschaft und Vaterschaft seien nicht beliebig untereinander austauschbar - das Gesetz knüpfe daran nämlich etwa beim Sorgerecht unverheirateter Eltern unterschiedliche Rechtsfolgen.

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Geburtenregister und -urkunden dürften außerdem keine Hinweise auf die Transsexualität eines Elternteils enthalten. Kinder sollten so ihre Herkunft nachweisen können, ohne dass dies zu Spekulationen über eine Transsexualität ihrer Eltern führen könnte. (dpa)

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