China kündigt Drosselung von Erdöllieferungen nach Nordkorea an

China kündigt Drosselung von Erdöllieferungen nach Nordkorea an
China kündigt Drosselung von Erdöllieferungen nach Nordkorea an
Als Konsequenz aus den andauernden Raketen- und Atomtests Nordkoreas hat China eine Drosselung der Erdöl-Exporte nach Pjöngjang angekündigt. Wie das Handelsministerium in Peking am Samstag mitteilte, werde China die Lieferungen von raffinierten Ölerzeugnissen an Nordkorea ab dem 1. Oktober zurückfahren. Zudem soll ein Einfuhrverbot auf die in Nordkorea produzierte Kleidung verhängt werden.

China will ein Korea ohne Atomwaffen, um das Risiko eines Atomkriegs in seiner Nachbarschaft zu minimieren. Zugleich fürchtet Peking jedoch einen Kollaps Nordkoreas, der Flüchtlingsströme nach China zur Folge haben könnte. Deshalb lehnt Peking bisher ein komplettes Ölembargo, das die USA ins Spiel gebracht haben, ab. Nordkorea erhält nach US-Angaben jährlich rund 8,5 Millionen Barrel Öl aus dem Ausland, knapp die Hälfte davon in Form von Rohöl und die andere Hälfte in Form von Mineralölerzeugnissen wie Benzin, Diesel und Schweröl. Von diesen Erzeugnissen dürfen laut UN-Beschluss bis Ende des Jahres nur 500.000 Barrel an Nordkorea geliefert werden, ab 1. Januar 2018 dann nur zwei Millionen Barrel jährlich. (dpa)

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