Österreich: Millionär will Geldstrafen für Verstöße gegen Burka-Verbot bezahlen

Österreich: Millionär will Geldstrafen für Verstöße gegen Burka-Verbot bezahlen
Österreich: Millionär will Geldstrafen für Verstöße gegen Burka-Verbot bezahlen
Zwei Wochen vor dem Inkrafttreten des so genannten Burka-Verbots in Österreich hat ein französischer Millionär algerischer Herkunft Musliminnen dazu aufgerufen, dem Gesichtsverschleierungsverbot standzuhalten, und ihnen angeboten, ihre Geldstrafen zu bezahlen.

Der französische Immobilienhändler algerischen Ursprungs Rachid Nekkaz erklärte sich bereit, Geldstrafen für alle Frauen in Europa und insbesondere für Frauen in Österreich zu übernehmen, falls diese sich entscheiden, dem so genannten Burka-Verbot Widerstand zu leisten. Der Millionär praktiziert dieses Vorgehen bereits jetzt in solchen europäischen Ländern, die ein Verbot des Ganzkörpergewandes und weiterer Kleidungsstücke, die das Gesicht von Frauen verhüllen, bereits in Kraft gesetzt haben. So bezahlt Nekkaz schon in Frankreich, Belgien, den Niederlanden und in der Schweiz Geldstrafen für Frauen, die gegen das Gesetz verstoßen. Er hat sogar eine Organisation gegründet, die sich mit der Bezahlung dieser Bußgelder beschäftigt. Der französische Millionär will schon über 300.000 Euro für diese Zwecke ausgegeben haben.

Allerdings haben die österreichischen Behörden seine Ankündigung als inakzeptabel bezeichnet. Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz drohte dem Geschäftsmann damit, ihn wegen der Anstiftung zu einer Straftat strafrechtlich verfolgen zu lassen.

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