Erster Wisent seit 250 Jahren wandert nach Deutschland und wird erschossen: Öffentlichkeit empört

Erster Wisent seit 250 Jahren wandert nach Deutschland und wird erschossen: Öffentlichkeit empört
Erster Wisent seit 250 Jahren wandert nach Deutschland und wird erschossen: Öffentlichkeit empört
Am 13. September ist auf einem Oder-Deich bei Lebus in Ostbrandenburg ein Wisent entdeckt worden. Ein Vertreter dieser seltenen Tierart erschien zum ersten Mal seit ungefähr 250 Jahren auf deutschem Boden. Er kam über die Grenze aus Polen, wo er im Nationalpark Warthemündung westlich von Kostrzyn frei lebte. Der Mann, der das Tier entdeckte, alarmierte die Polizei. Zum "Schutz der Bevölkerung" ordneten regionale Behörden an, das Tier zu erlegen.

Diese Entscheidung rief heftige Kritik sowohl in Deutschland als auch in Polen hervor, wo das Tier besonders beliebt ist. Der Vorfall droht nun, eine politische Dimension zu bekommen. Der Leiter des polnischen Nationalparks wandte sich per E-Mail an das Brandenburger Landesministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft. Die Umweltschutzorganisation WWF erhob Klage gegen die Behörden der Stadt Lebus. Tierschützer weisen auch darauf hin, dass die Polizei ein Betäubungsmittel hätte benutzen können, falls wirklich eine Gefahr vom Wisent ausgegangen wäre.

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