Spanische Polizei nimmt Katalanischen Wirtschaftsminister wegen Referendum-Unterlagen fest

Spanische Polizei nimmt Katalanischen Wirtschaftsminister wegen Referendum-Unterlagen fest
Spanische Zivilgarde vor dem Katalanischen Wirtschaftsministerium in Barcelona
Nach einer Razzia, deren Ziel die Suche nach den im Zusammenhang mit dem bevorstehenden katalanischen Unabhängigkeitsreferendum stehenden Unterlagen war, hat die spanische Polizei den katalanischen stellvertretenden Wirtschaftsminister Josep Maria Jové festgenommen.

Jové ist ein hochrangiges Mitglied der Partei Republikanische Linke Kataloniens (Esquerra Republicana de Catalunya), die für ein von Spanien unabhängiges Katalonien eintritt. Der Wirtschaftsminister wurde nach einer Razzia verhaftet, die von der spanischen Zivilgarde durchgeführt worden war. Anfang September verabschiedete das Katalanische Parlament ein Gesetz, das den Weg für das Unabhängigkeitsreferendum Kataloniens ebnete. Das Referendum soll am 1. Oktober stattfinden. Die spanische Regierung stuft die Volksabstimmung als gesetzwidrig ein und setzte das katalanische "Übergangsgesetz" zur Unabhängigkeit in Erwartung einer offiziellen Entscheidung des spanischen Verfassungsgerichts aus.

Der spanische Staatsanwalt ordnete eine Ermittlung gegen 712 Bürgermeister Kataloniens an, die das Unabhängigkeitsreferendum unterstützen.

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