Hurrikan-Hilfe: Bundeswehr fliegt mehr als 300 Menschen aus Karibik-Region aus

Hurrikan-Hilfe: Bundeswehr fliegt mehr als 300 Menschen aus Karibik-Region aus
Hurrikan-Hilfe: Bundeswehr fliegt mehr als 300 Menschen aus Karibik-Region aus
Die Luftwaffe der Bundeswehr hat nach den schweren Wirbelstürmen in der Karibik mittlerweile mehr als 300 gestrandete Menschen aus der Krisenregion geflogen. Immer noch würden zwei A400M-Transportmaschinen Hilfsgüter auf betroffene Inseln wie Saint-Martin bringen und Personen auf benachbarte Inseln ausfliegen, sagte ein Sprecher der Luftwaffe der Deutschen Presse-Agentur. Zeitweise seien drei Militärtransporter im Einsatz gewesen.

Bis Anfang dieser Woche habe man 68 Tonnen an Hilfs- und Bergematerial transportiert - etwa Zelte, vorübergehende Unterkünfte, Satellitenschüsseln und Geräte zur Wasseraufbereitung. Die Wirbelstürme "Irma" und "Harvey" hatten in Teilen der Karibik und im Süden der USA schwere Verwüstungen angerichtet. Angesichts des neuen Hurrikans "Maria" müsse die Lage nun weiter beobachtet werden, sagte der Sprecher.

Für den A400M sei der Einsatz angesichts der Dimension eine Premiere, sagte der Sprecher der Luftwaffe. Die erste in die Karibik gestartete Maschine war im vergangenen Monat bei einem Tankstopp auf den Azoren liegengeblieben. Im Ölkreislauf des Triebwerks hatten sich Metallspäne gelöst. Die Maschine werde derzeit im Fliegerhorst Wunstorf instand gesetzt, sagte der Sprecher. Mit den drei weiteren A400M habe es beim Hilfseinsatz aber keine Probleme gegeben.

Der A400M zählt zu den problematischsten Rüstungsprojekten der Bundeswehr. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Pannen an dem Flieger. Im Februar war auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei ihrer ersten Dienstreise mit dem A400M Opfer eines Defekts geworden. Sie kam zwar bis ins litauische Kaunas. Dort blieb die Maschine aber mit einem Triebwerkschaden liegen.

Vor einer Woche hatte sich ein Krisenteam der Bundesregierung auf den Weg in die Karibik gemacht. Bis zu 200.000 deutsche Staatsangehörige halten sich nach Angaben des Außenamts in Florida auf. Auch in der Karibik seien Deutsche von dem Sturm betroffen. (dpa)

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