Nach Skandal um Facebook: Werbung zu rassistischen Begriffen auch bei Twitter und Google entdeckt

Nach Skandal um Facebook: Werbung zu rassistischen Begriffen auch bei Twitter und Google entdeckt
Nach Skandal um Facebook Werbung zu rassistischen Begriffen auch bei Twitter und Google entdeckt
In den Werbeplattformen von Google und Twitter wurden Lücken wie bei Facebook entdeckt, die gezielte Werbeanzeigen an Antisemiten zuließen. So erlaubte Google zielgerichtete Werbung zu Phrasen wie „zionists control the world“ („Zionisten kontrollieren die Welt“), wie die US-Website Buzzfeed berichtet. Bei Twitter war es möglich, als Schlüsselwörter für gezielte Platzierung von Anzeigen „Nazi“ sowie beleidigende Begriffe für Schwarze und Mexikaner festzulegen, schrieb The Daily Beast .

Google und Twitter reagierten schnell und blockierten die Lücken. Twitter sprach von einem Softwarefehler, durch den eigentlich gesperrte Begriffe in der Liste auftauchten. Bei Google wurden nach dem Hinweis von Buzzfeed unter anderem englische Sätze wie "jews control the media" ("Juden kontrollieren die Medien"), "jewish world domination" ("jüdische Weltherrschaft") oder "black people ruin neighborhoods" ("Schwarze ruinieren Nachbarschaften") blockiert.

Mehr lesen - Werbesystem von Facebook: Soziales Netzwerk ließ gezielte Werbung an Antisemiten zu

Zielgerichtete Werbung, bei der Anzeigen auf bestimmte Begriffe oder Interessen der Nutzer zugeschnitten werden, gelten als ein großer Vorteil der Online-Werbeplattformen und bescheren ihnen rasant steigende Milliardeneinnahmen. (dpa)