Bundeswehr investiert 50 Millionen Euro in deutsch-französische Brigade in Müllheim

Bundeswehr investiert 50 Millionen Euro in deutsch-französische Brigade in Müllheim
Die Bundeswehr will kräftig in den Standort der deutsch-französischen Brigade bei Freiburg investieren. Für die nächsten vier Jahre seien für den Standort Müllheim 50 Millionen Euro eingeplant, sagte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen am Montag bei einem Besuch. "Das zeigt, dass dieser Standort für uns ein ganz hochwertiger ist."

Frankreich und Deutschland seien einst Todfeinde gewesen, heute vertrauten sie sich gegenseitig Truppen an. Das spreche für die "unglaubliche Kraft des Friedens", zu der Europa in der Lage sei.

Die deutsch-französische Brigade ist weltweit im Einsatz. Im Jahr 1989 gegründet, geht der binationale Großverband mit rund 5.000 Soldaten aus beiden Ländern auf eine Initiative von Frankreichs Präsidenten François Mitterrand und Bundeskanzler Helmut Kohl zurück. Heute gilt sie als Symbol der deutsch-französischen Zusammenarbeit und einer gemeinsamen Sicherheits- und Außenpolitik. Die Brigade mit Sitz in Müllheim ist an insgesamt sieben Standorten vertreten. Drei davon liegen in Frankreich, die anderen in Baden-Württemberg. National kamen die Soldaten mehrfach bei Naturkatastrophen zum Einsatz. Im Rahmen von NATO und EU rücken sie aber auch zu Auslandseinsätzen aus - etwa in Afghanistan oder Mali. (dpa)

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