Simbabwes Geheimdienst hat Anteil an Diamanten-Einnahmen

Simbabwes Geheimdienst hat Anteil an Diamanten-Einnahmen
Simbabwes Geheimdienst hat Anteil an Diamanten-Einnahmen
Einnahmen aus Simbabwes Diamantenindustrie fließen einem Bericht zufolge teilweise heimlich an den Geheimdienst. Mehrere Dokumente deuten darauf hin, dass der Geheimdienst des südafrikanischen Landes an einem Bergbauunternehmen beteiligt ist, das inzwischen einem staatlichen Konglomerat an Diamantenproduktionsfirmen angehört, wie die Anti-Korruptions-Organisation Global Witness mitteilte.

Die Firma habe auf internationalen Märkten Diamanten verkauft. Auch hat demnach ein staatlicher Waffenhersteller, der unter EU-Sanktionen steht, starke Verbindungen zu zwei Diamantenproduzenten. "Trotz früherer Versprechen sind die Diamanten den Menschen in Simbabwe nicht zugutegekommen", heißt es in dem am Montag veröffentlichten Bericht. Stattdessen seien sie eine geheime Einnahmequelle für den Sicherheitsdienst. Menschenrechtler werfen diesem vor, eng mit der Regierungspartei in Verbindung zu stehen.

Simbabwe besitzt eines der größten Diamantenvorkommen weltweit, gehört jedoch zu den ärmsten Ländern der Welt. Global Witness zufolge hat Simbabwe nach offiziellen Angaben seit dem Jahr 2010 Diamanten im Wert von mehr als 2,5 Milliarden Dollar (etwa 2,1 Milliarden Euro) exportiert. Allerdings können demnach nur Exporte im Wert von 300 Millionen Dollar in öffentlichen Verzeichnissen deutlich identifiziert werden. Langzeitpräsident Robert Mugabe hatte 2016 erklärt, dem Staat fehlten Milliarden an Steuereinnahmen von Bergbauunternehmen. (dpa)

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