Endstation Przemyśl: Zug mit Michail Saakaschwili bleibt in Polen

Endstation Przemyśl: Zug mit Michail Saakaschwili bleibt in Polen
Endstation Przemyśl: Zug mit Michail Saakaschwili bleibt in Polen
Der Zug Przemyśl – Kiew, in dem der oppositionelle ukrainische Politiker Michail Saakaschwili in die Ukraine einreisen wollte, ist gestrichen worden. Alle Fahrgäste wurden gebeten, die Waggons zu verlassen. Allen Reisenden wurden Busse bis zur ukrainischen Grenze angeboten. Der Zug fahre nicht ab, bis die Person, die keine erforderlichen Reisedokumente bei sich habe, abgestiegen sei, hieß es zuvor in der Durchsage am Bahnhof.

Neben dem georgisch stämmigen Politiker befanden sich im Zug seine Anhänger, darunter auch Julia Timoschenko, zahlreiche Journalisten und mehrere Dutzend Passagiere. Nach eigenen Angaben wollte Michail Saakaschwili lediglich sein Recht auf die ukrainische Staatsbürgerschaft vor Gericht erstreiten, nachdem Präsident Petro Poroschenko sie ihm vor kurzem aberkannt hatte. Dieser hatte im Jahr 2015 seinen georgischen Ex-Amtskollegen als Reformhelfer ins Gebiet Odessa gerufen. 

Nachdem der Zug gestrichen worden war, teilte Michail Saakaschwili mit, er werde die polnisch-ukrainische Grenze mit dem Bus durch den Checkpoint Krakowez überqueren, wie er es ursprünglich geplant hatte. (TASS)

Mehr lesen:  Vom Freund zum Feind: Michail Saakaschwilis Unterstützer bekommen in der Ukraine Morddrohungen