Deutsche Hilfsorganisation nimmt Rettung im Mittelmeer wieder auf

Deutsche Hilfsorganisation nimmt Rettung im Mittelmeer wieder auf
Deutsche Hilfsorganisation nimmt Rettung im Mittelmeer wieder auf (Archivbild)
Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye nimmt die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer nach einem Monat Unterbrechung wieder auf. Künftig sollen die Einsätze der Schiffe "Sea-Eye" und "Seefuchs" allerdings weiter entfernt von der libyschen Küste, in einem Bereich von 70 bis 90 Seemeilen, stattfinden, teilte die Organisation am Samstag in Regensburg mit. So wolle man die Bedrohung durch die libysche Küstenwache umgehen, um die Sicherheit der Crews nicht zu gefährden.

In den letzten Monaten hatten sich immer mehr private Hilfsorganisationen, darunter Ärzte ohne Grenzen, von den Rettungseinsätzen zurückgezogen. Sie begründeten dies mit Drohungen der libyschen Behörden gegen ihre Schiffe. Auch die italienische Regierung führte einen Verhaltenskodex für die Retter ein. Gegen die deutsche Hilfsorganisation Jugend Rettet leitete die Staatsanwaltschaft in Sizilien eine Ermittlung wegen möglicher Kontakte zu Schleppern ein. (dpa)

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