Angeberei auch in Tierwelt: Krebs verzichtet auf Schneckenschale und siedelt sich in Puppenkopf an

Angeberei auch in Tierwelt: Krebs verzichtet auf Schneckenschale und siedelt sich in Puppenkopf an
Auf der Koralleninsel Henderson im Südost-Pazifik ist ein Einsiedlerkrebs fotografiert worden, der einen Puppenkopf statt einer Muschel als sein mobiles Haus trägt. Das Foto verbreitete sich viral im Internet und wurde innerhalb von zwei Tagen mehr als 400.000 Mal aufgerufen.

Einsiedlerkrebse verstecken ihren ungeschützten Hinterleib in leeren Schneckenhäusern, um ihren verwundbarsten Körperteil gegen mögliche Angreifer zu panzern. Dieser Krebs wollte offensichtlich von den anderen Artgenossen abstechen und wählte eine untypische Muschel für sich. Interessant ist auch, dass die Insel unbewohnt ist, was eine Frage über die Herkunft der Puppe aufwirft. Wissenschaftler scheinen aber eine Antwort darauf gefunden zu haben: Ozeanische Strömungen bringen ganze Müllhaufen auf die Insel, sodass es nach Einschätzungen der Experten über 17 Tonnen Abfall– etwa 671 Gegenstände pro Quadratmeter – auf der kleinen Insel gibt, die eigentlich zum UNESCO-Welterbe gehört.

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